Rezension 485
„Die Toten auf Föhr“ von Anna Johannsen
Worum geht es?

„Eine Mutter und ihre zwei Kinder werden in ihrem Haus auf der Insel Föhr tot aufgefunden. Während die Polizei von einem erweiterten Suizid ausgeht, setzt der einflussreiche Vater der Toten eine Obduktion durch. Als das Ergebnis zu erheblichen Zweifeln an der ursprünglichen Einschätzung führt, wird die Inselkommissarin Lena Lorenzen mit dem brisanten Fall betraut.
Gemeinsam mit ihrem Team, Johann und Naya, ermittelt sie intensiv im Umfeld der Opfer. Der Ehemann gerät in den Fokus: Wie konnte er sich als einfacher Finanzberater so ein großes Vermögen aufbauen? Doch für den Tatzeitpunkt kann er ein lückenloses Alibi vorweisen. Ein ungewöhnliches Ereignis bringt die Ermittler auf eine neue Spur. Während sie auch im Privatleben mit einigen Turbulenzen zu kämpfen haben, arbeiten sie mit Hochdruck daran, den Täter zu überführen.“
( Quelle Klappentext zu „Die Toten auf Föhr“ von Anna Johannsen )
Meine Meinung:
„Die Toten auf Föhr“ ist das erste Buch, welches ich von der Autotin Anna Johannsen gelesen habe. Es ist zwar bereits der 12. Band von bisher 13 erschienenen, aber man kann dieses Buch und ich vermute alle anderen auch 😉 unabhängig voneinander lesen.
Normalerweise lese ich nicht so gerne Krimis oder Thriller, in denen es um Kinder geht, insbesondere, wenn wie hier um tote Kinder geht. Mich als Mama trifft das immer sehr! Aber diese Szenerie wird quasi nur mal erwähnt, das Hauptaugenmerk liegt wirklich bei den Ermittlungen.
Ist man zuerst von einem erweiterten Suizid ausgegangen, ergeben neueste Untersuchungen ein anderes Bild. Vor allem stellen Lena und ihre Kollegen fest, dass die Kollegen damals relativ schlampig gearbeitet haben. Wie kann das sein? Wer hätte Interessa daran, etwas zu verschleiern?
Nun gut, im ersten Moment meint man ja, der Ehemann und Vater der Kinder müsste der Täter sein. Wie oben bereits zu lesen, hat er ein Alibi, aber wir Krimileser wissen ja, das hat nicht unbedingt etwas zu sagen 😉 Allerdings wäre es viel zu subtil für diese Story, sollte er tatsächlich der Täter sein?! Ganz ausschließen würde ich es aber nicht 😉
Also wird weiter nach dem oder den Täter(n) gesucht. Selbst mit Problemen behaftet, schaffen die drei es aber, jeder Spur nachzugehen und die einzelnen Puzzlestücke zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Dabei kommen sie dem Täter immer näher und geraten so in seine Schusslinie…
Der Autorin Anna Johannsen gelingt es recht gut, dass man als Leser immer dranbleibt und natürlich auch selbst Detektiv spielt und versucht, Rückschlüsse auf den Täter zu schließen 😉 Geschickt verwebt sie das Dienstliche mit dem Privatem der drei Ermittler, allerdings hätte es die Fülle an privaten Problemen nicht gebraucht! Man hat das Gefühl, dass es in solchen Büchern keine nicht-problembehafteten Polizisten agieren dürfen zwecks der Authenzität dem Leser gegenüber. Aber manchmal ist ein weniger doch mehr…
Wie dem auch sein, am Ende fand ich beides, Privates und Berufliches, durchaus ausgewogen 🙂 Was wahrscheinlich auch den sehr sympathischen Charakteren lag 🙂 Dadurch, dass man als Leser Einblick in deren Privates erhält, bei dem einen mehr als dem anderen, werden sie nahbarer und es fällt leichter, sich mit ihnen auf eine Ebene zu begeben.
Was mir aber nicht ausgewogen rüberkam, war das Ende! Die Auflösung des Falls geschieht so by the way! Wird mal eben so in wenigen Sätzen abgehandelt. Das fand ich zu wenig. Dabei gab es genug Verdächtige, die man viel genauer hätte unter die Lupe nehmen können, ohne dass das Buch sich in die Länge gezogen hätte!
Alles in allem wurde ich dennoch gut unterhalten, wenn auch Föhr als Schauplatz des Verbrechens nur am Rande vorkam ( ist vielleicht auch besser so, wer möchte Föhr schon mit Verbrechen in Verbindung bringen 😉 ). Man wurde ständig auf falsche Fährten gelockt und genau so muss das sein 😉 Jedenfalls bin ich nun neugierig auf die anderen Bände dieser Reihe, deren Cover allesamt auf dunkle Abgründe rund um die Küste hinweisen 😉 …
„Die Toten auf Föhr“ von Anna Johannsen habe ich zusammen mit einem Kollectiv gelesen, dem Tandem Collective Global! Mit einer Gruppe von 14 buchliebenden Menschen, widmeten wir uns diesem 12. Band der Krimireihe um Lena Lorenzen. Gerne verlinke ich euch die anderen Kollektiv-Teilnehmer, denn rund um das Buch gibt es mehr zu sehen und zu lesen, als die reine Rezension 😉
Von mir bekommt „Die Toten auf Föhr“ von Anna Johannsen
4 / 5
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Die Kollektiv-Teilnehmer:
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- Angela @angelajaacks
- Andrea @boo.k.rea.d
- Claudia @book.thulhu
- Helena @bookishglobetrotter
- Carina @coffeetwostay
- Claudia W. @dithmarscher_deern
- Elena @buecherundbohnen
- Katha @Katha.18
- Lana @lanas_moments
- Sherly @_sherlyreadsbooks
- Nicole @lese-nixe
- Sarah @nalasbuchblog
- Mareike @through_the_crystalball
- Verena @kapitel11
- Lissi @miss_laris
Über die Autorin:
„Anna Johannsen lebt seit ihrer Kindheit in Nordriesland. Sie liebt die Landschaft und die Menschen der Region, besonders verbunden ist sie den Nordfriesischen Inseln, auf denen die Krimireihe „Die Inselkommissarin“ spielt. Mit Begeisterung schreibt sie auch an ihrer Reihe um die alleinerziehende Kommissarin Enna Andersen. Beide Reihen werden parallel veröffentlicht.“
( Quelle „Die Autorin“ im Buch „Die Toten auf Föhr“ von Anna Johannsen )
„Die Toten auf Föhr“ von Anna Johannsen
Ein Kriminalroman erschienen bei Edition M am 03.06.2025
ISBN 978-2496716481
319 Seiten
Taschenbuch
Auch als Ebook und Hörbuch erhältlich
„Die Toten von Föhr“ habe ich im Zuge des Tandem Collective Global kostenfrei erhalten und gelesen. Dies hatte jedoch keine Auswirkung auf meine Meinung und Bewertung!

