„Mittsommerblut“

 

Mittsommerblut, Daniela Arnold
copyright Daniela Arnold

Rezension 017

„Mittsommerblut“ von Daniela Arnold

Zum Inhalt:

An einem Wochenende im Sommer geschieht am Bodom-See in Finnland ein tragisches Unglück. Vier Jugendliche werden Opfer eines grausamen Verbrechens: einer stirbt, ein anderer wird schwer verletzt, zwei Mädchen verschwinden spurlos – bis heute, drei Jahre danach!

Ein ähnliches Verbrechen hat sich knapp 60 Jahre zuvor ebenfalls am Bodom-See ereignet. Handelt es sich um einen Nachahmungstäter? Wie damals ist auch der aktuellere Fall nie aufgeklärt worden.

Leni, die Schwester eines der vermissten Mädchen, hält die Ungewissheit auch nach knapp drei Jahren nicht mehr aus und geht, ihrem Bauchgefühl folgend, als Kindermädchen nach Finnland. Sie hofft vor Ort mehr über den Verbleib ihrer Schwester zu erfahren.

Dann tauchen zwei Mädchenleichen auf. Es handelt sich zum einen um Lilia, eines der vermissten Mädchen vom Bodom-See. Und zum anderen um Elisa, die zufälliger am selben Tag verschwand, wie die anderen beiden jungen Frauen; von Lenis Schwester bisher keine Spur. Bei Elisa handelt es sich zudem um die verschwundene Tochter ihrer Gastmutter, was Leni wusste, als sie sich bei der Familie Battilana beworben hat. Elisa ging in dieselbe Klasse wie ihre Schwester. Sie hat gehofft, auf diese Weise, quasi aus erster Hand, hilfreiche Informationen zu erhalten.

Aber nicht nur ihre Schwester beschäftigt Leni. Sie macht sich auch große Sorgen um Tommy, den kleinen Sohn der Battilanas. Er schreit immerzu und spuckt nach jeder Mahlzeit. Obwohl Frau Battilana Ärztin ist, weiß auch sie keinen Rat. Dem Kleinen geht es immer schlechter…

Kann dem kleinen Tommy noch geholfen werden? Und kann Leni ihre Zwillingsschwester noch lebend finden? Sie ist jedenfalls davon überzeugt! Die Polizeihauptkommissarin Janne Göös geht jedenfalls jeder Spur nach! Auch Joona, der damals schwer verletzte Junge, steht wieder im Fokus. Doch kann er nach all den Jahren noch wichtige Hinweise liefern? Janne Göös ist jedenfalls sehr daran gelegen diesen Fall aufzuklären. Vor drei Jahren gelang es ihr nicht, vielleicht jetzt?

Fazit:

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen! Der Schreibstil ist angenehm und ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen! Der Spannungsbogen ist recht clever aufgebaut war, denn eigentlich sind es zwei Geschichten in einer! Zwei Verbrechen, die aber irgendwie miteinander verbunden sind! Man meint zwar zum Ende hin zu wissen, wer was wie auch immer gemacht hat, aber die Auflösung ist schon überraschend! Und dann noch das Drama um den kleinen Tommy…Sehr spannend!!

Die Charaktere fand ich im großen und ganzen gelungen und authentisch. Nur die Figur der Polizeihauptkommissarin war mir nicht so sympathisch! Das ist schade, denn das Buch ist wirklich fesselnd und durchaus realistisch! Ich möchte nicht all zu viel vorwegnehmen, aber es wird unter anderem ein Thema behandelt, welches mich sehr betroffen gemacht hat!

Nach all den Mankell-Büchern, die ich bereits gelesen und früher verschlungen habe, war dieser Finnland-Thriller sehr wohltuend! Kein  Gemetzel, keine depressive, dunkle Stimmung, eine Ermittlerin, die noch kein Psycho ist! Alles in allem sehr lesenswert und daher vergebe ich

4     !

Übrigens, den Fall aus den 60er-Jahren vom Bodom-See, den gab es wirklich!!!!

zum Autor:

Andrea Arnold wurde 1974 geboren und arbeitet seit 2002 als freie Journalistin und Autorin und schreibt für verschiedene Frauenmagazine. Mit ihrer Familie lebt sie in Bayern!

„Mittsommerblut“ von Daniela Arnold

ein Thriller erschienen bei Amazon

ASIN  B07F7M65R2

278 Seiten

ebook

ISBN  978-1722278021

Taschenbuch

www.amazon.de

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.