„Willow – Eine Außerirdische in England“

copyright Heyne Encore

Rezension 047

„Willow – Eine Außerirdische in England“ von Stefan Rensch

zum Inhalt:

Willow ist diesmal in England gelandet. Und zwar in Brighton. Im Körper einer Frau von Mitte 20. Damit muss Willow erst einmal zurecht kommen und das ist gar nicht so einfach! Zum Glück schreibt sie Tagebuch und lässt uns an allem teilhaben, was ihr so passiert!

Da wäre die Sache mit ihren Monatsblutungen, beim ersten Mal dachte Willow, sie würde sterben! Warum hat man sie nicht vorbereitet?? Dann die Sachen wie Mädchenfreundschaften, Verliebtsein, Sex…

Man, das Leben als Frau hat es echt in sich!!

Willow lernt wieder jede Menge netter und seltsamer Menschen kennen: Mr. Elliott, der donnerstags immer Schwimmflügel trägt und seltsame Weisheiten von sich gibt, Oaks, die eine Vorliebe fürs Häkeln und Heroin hat, Hollywood, die Instagram-Ikone, Kollegen, mit denen sie eine Hooligan-Firma gründet, Eddie der Super-Mongo(er nennt sich wirklich so!!), Ferris, mit dem sie ihr erstes Mal erlebt, die Königin von England ( gut, die lernt sie nicht kennen, würde sie aber gerne)…

Aber auch mit Trauer macht Willow Bekannschaft!…

Das Jahr vergeht wie im Flug und ehe sich Willow versieht, ist wieder Silvester und Zeit, Abschied zu nehmen…

Fazit:

Dieser zweite Band von Stefan Rensch über das Alien Willow gefällt mir genauso gut wie der erste „Willow in Deutschland„, wenn nicht sogar noch besser!

Wir verfolgen Willows Jahr wieder in Tagebuch-Form und erneut ist es eine Wonne mitzuerleben, was sich in diesem einen Jahr in Willows Leben so abspielt! Was ich beim ersten Band, da ich es ja als Hörbuch gehört habe, nicht hatte, waren Fotos von Willow! Zu jedem neuen Monat gibt es ein Foto mit Willow, so richtig schön instagrammäßig!!

Man hat dieses Buch relativ schnell gelesen, kann sich aber auch Zeit lassen; durch die Tageseinträge hat man viele übersichtliche Abschnitte, an denen man pausieren kann, was aber schade ist, denn das Buch ist so unterhaltsam, dass es gar keiner Pause bedarf!

Im Vergleich zum ersten Band, finde ich, kann man hier sehr schön sehen, wie das Alien Willow sich entwickelt hat. Es hat in Deutschland schon viel gelernt und kann das Wissen immer wieder und immer öfters anwenden. Aber natürlich kommen immer neue Dinge hinzu! Vieles erscheint Willow weiterhin paradox oder unsinnig wie Sex z.B.! Was soll das ganze Gedöns? Entweder man pflanzt sich fort oder nicht! Aber muss das Ganze denn die halbe Nacht dauern? Das ist doch nicht effektiv und viel zu anstrengend!!

„Es war fürchterlich“(…)ich hatte ständig diese merkwürdigen Orgasmen(…)es war einfach nur fürchterlich“ ( Quelle Zitat 11. September aus „Willow – Eine Außerirdische in Deutschland“, Heyne Encore)

Es ist aber unglaublich schön mit anzusehen, wie sich ihre Freundschaften zu den anderen Mädels entwickelt, besonders die zu Oaks! Ihre erste beste Freundin auf Erden! Und wie Willow erfährt, was Zusammenhalt bedeutet!

So wundert es auch nicht, dass ich am Ende meine Tränen kaum zurück halten konnte, obwohl es ja an und für sich ein sehr humorvolles Buch ist! Zum Ende hin wird es diesmal richtig melancholisch und man spürt, dass dieser Abschied schwerer fällt als der Abschied von Deutschland!

„(…)Meine letzten Stunden. Meine letzten Momente. Ich werde euch vermissen, Moira, Hailey, Zahra, Eddie, Fleur, Sandeep, Mr. Elliott, Ferris und Oaks. Komisch das.“(…) (Quelle Zitat 31. Dezember aus „Willow – Eine Außerirdische in Endland“, Heyne Encore)

Willow hat unglaublich schräge, durchaus liebenswürdige Leute kennengelernt und man fragt sich zwischendurch immer wieder, WER hier eigentlich das Alien ist!! Und ich glaube, das, was wir von Willow lernen können, ist einfach mal die Menschen so anzunehmen, wie sie sind und nicht von vorne herein in Schubladen zu stecken und mit einem Stempel zu versehen! Und sich auch mal nicht so einen Kopf machen, wenn es mal schwierig wird! Ich glaube, damit lässt es sich leichter durchs Leben gehen, wenn auch nicht weniger kompliziert!

Von mir bekommt dieses absolut lesenswerte Buch auf jeden Fall und bis oben hin gefüllte

5 mit Sternchen!!!

über den Autor:

Stefan Rensch wurde 1978 von einem Gewitter überrascht. Seither liegen die Haare nicht mehr so schön. Donnerstags trinkt er gerne Rhabarbersaft. Aber das ist eine Lüge. Er möchte sich nur interessant machen. ( Quelle Randomhouse )

„Willow – Eine Außerirdische in England“ von Stefan Rensch

ein Roman / eine Erzählung erschienen bei Heyne Encore am 28.10.2019

ISBN: 978-3453271913

208 Seiten

Paperback, Klappenbroschur

auch als eBook erhältlich

www.randomhouse.de

Hier findet ihr noch ein Interview zwischen Willow und dem Düsseldorfer Anzeiger, wo Willow über die Zeit die Deutschland berichtet!

„Willow – -Eine Außerirdische in Deutschland“ wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung und Bewertung!

 

 

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