“Mia am Meer”

Rezension 108

“Mia am Meer” von Katja Pelzer

Worum geht es?

Copyright Katja Pelzer

“Zwei Jahre ist es her, dass Mia Fontelli ihren Mann Thom verloren hat. Bei der Kur auf einer Nordseeinsel will sie sich von der Arbeit an ihrer Seele erholen. Continue reading ““Mia am Meer””

“Über dem Meer tanzt das Licht”

Rezension 088

“Über dem Meer tanzt das Licht” von Meike Werkmeister

Worum geht es?

Copyright Goldmann Verlag/Randomhouse

Etwa ein Jahr ist seit Iris’ Tod, Marias Mutter, vergangen! Maria hat in der Zwischenzeit ihre und Simons kleine Tochter Hannah auf die Welt gebracht. Zusammen mit Morlen leben sie glücklich und zufrieden in ihrer Wohnung auf Norderney! Marias Strandcafé läuft ganz gut, ebenso ihre Beziehung zu Simon! Oder etwa nicht? Continue reading ““Über dem Meer tanzt das Licht””

„Dankbarkeiten“

Rezension 081

„Dankbarkeiten“ von Delphine de Vigan

Worum geht es?

„Mischka, die stets ein unabhängiges Leben geführt hat, muss feststellen, dass sie nicht mehr allein leben kann. Geplagt von Albträumen glaubt sie ständig, wichtige Dinge zu verlieren.

Tatsächlich verliert sie nach und nach Wörter, findet die richtigen nicht mehr und ersetzt sie durch ähnlich klingende.

Die junge Marie, um die Michka sich oft gekümmert hat, bringt sie in einem Seniorenheim unter. Der alten Frau fällt es schwer, sich in der neuen Ordnung einzufinden.

( Quelle Dumont Buchverlag )In hellen Momenten leidet sie unter dem Verlust ihrer Selbstständigkeit. Doch was Michka am meisten beschäftigt, ist die bisher vergebliche Suche nach einem Ehepaar, dem sie ihr Leben zu verdanken hat. Daher gibt Marie erneut eine Suchanzeige auf, und Michka hofft, ihre tiefe Dankbarkeit endlich übermitteln zu können.
Klarsichtig und scharfsinnig zeigt Delphine de Vigan, was uns am Ende bleibt: Zuneigung, Mitgefühl, Dankbarkeit. Und zugleich würdigt sie in ›Dankbarkeiten‹ all diejenigen, die uns zu den Menschen gemacht haben, die wir sind.“

Meine Meinung:

“Dankbarkeiten“ ist ein sehr einfühlsames, ein sehr feines Buch, das, obwohl es nur wenige Leseseiten umfasst, so unglaublich viel erzählt!
Alleine der erste Satz: „Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie oft Sie am Tag Danke sagen?“
Jeder Satz, jeder Absatz, Seite für Seite erklingt eine Liebeserklärung an das Leben, an das Alter, an all das, was bereits geschafft wurde, an all das, was nicht mehr vorhanden ist!
Aufgeteilt ist das Buch in Kapitel, die abwechselnd aus der Sicht Maries erzählen und aus der Sicht Jerômes, Mischkas Logopäden. Der Umgang der beiden mit Mischka ist sehr (be)rührend und ich bin mir sicher, so wünscht sich jeder im Alter behandelt zu wissen! Gleichzeitig ermöglicht dieses Buch sich selbst zu hinterfragen, denn es ist doch sehr oft so, dass man allzu oft Dinge nicht sieht, nicht wahrhaben möchte, die doch noch nicht da sein können und die einen dann unverhofft überfahren! Die Zeit, die einem davonrennt, die Zeit, die noch bleibt, die so kostbar ist!
Auch Mischka ergeht es so, sie selbst merkt auch, dass da etwas nicht stimmt, dass sich etwas ändert. Auch für sie ist das nicht einfach und ihre größte Angst ist es ihre Wörter zu verlieren, was ich persönlich sehr gut nachvollziehen kann! Sie ist fortan auf Hilfe angewiesen, sich DAS einzugestehen ist sicherlich nicht leicht – weder für den Betroffenen noch für Angehörige!
Aber alte Menschen möchten nicht wie Kinder behandelt werden, denn die Kindheit haben Sie schon lange hinter sich gelassen. Allerdings ist es oft genau die Lebensepisode, an die sie sich am besten erinnern können! Alte Menschen haben ein Recht darauf würdevoll behandelt zu werden und dass das möglich ist, zeigt uns dieses Buch! So wie diese hochbetagten Menschen dankbar für ihr Leben, für Erlebtes, für ihre Kinder oder Anderes sind, so solllten wir nicht/nie vergessen und ebenso dankbar sein, was sie aus uns gemacht haben! Da ist doch nur selbstverständlich, dass man ihnen am Ende etwas zurückgibt: Zuneigung, Halt, Verständnis, Dankbarkeit…- die Möglichkeit einen letzten Wunsch zu erfüllen!
Diese ruhige, fast zärtliche Erzählung ist ein behutsamer und bedeutsamer Umgang mit einem Thema, dem sich wirklich NIEMAND verschließen kann!
“Dankbarkeiten“ wurde mir zu Lesen ans Herz gelegt und ich froh, diesem Rat gefolgt zu sein! Ich kann wirklich nur JEDEM empfehlen, dieses Buch zu lesen und vergebe sehr gerne
5 !!!
Lasst uns dankbar sein, dass das Leben uns Zeit schenkt! Nutzen wir sie klug, mit Bedacht, aber voller Abenteuer, die nachklingen werden!…

Über die Autorin:

„Delphine de Vigan, geboren 1966, erreichte ihren endgültigen Durchbruch als Schriftstellerin mit dem Roman ›No & ich‹ (2007), für den sie mit dem Prix des Libraires und dem Prix Rotary International 2008 ausgezeichnet wurde. Ihr Roman ›Nach einer wahren Geschichte‹ (DuMont 2016) stand wochenlang auf der Bestsellerliste in Frankreich und erhielt 2015 den Prix Renaudot. Bei DuMont erschien außerdem 2017 ihr Debütroman ›Tage ohne Hunger‹ und 2018 der Roman ›Loyalitäten‹. Die Autorin lebt mit ihren Kindern in Paris.“

( Quelle Dumont Buchverlag )

Über die Übersetzerin:

„Doris Heinemann, geboren 1957, studierte Romanistik und Germanistik in Köln und Montpellier, arbeitete als Sprachlehrerin, als Übersetzerin im Generalsekretariat des EG-Ministerrats und übersetzt seit 1997 Literatur, u. a. von Christian Gailly, Gabriel Chevallier, Theresa Révay, Yann Queffélec, Jean-Claude Derey und Olivier Rolin.“

( Quelle Dumont Buchverlag )

„Dankbarkeiten“ von Delphine de Vigan

ein Romann erschienen im Dumont Buchverlag am 17.04.2020

ISBN 978-3832181123

176 Seiten

Hardcover

auch als eBook erhältlich

www.dumont-Buchverlag.de

„Dankbarkeiten“ von Delphine de Vigan wurde mir vom Dumont Buchverlag als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf meine Meine und Bewertung!

 

„Wenn die Alpen Trauer tragen“

Rezension 078

“Wenn die Alpen Trauer tragen“ von Isabella Archan

Worum geht es?

Copyright Emons Verlag

„Alpenblick? Idyllische Ruhe? Nix da! Mitzi kann’s mal wieder nicht lassen. Als eine alte Dame, die Mitzi an ihre Oma erinnert, bei einem Brand ums Leben kommt, schrillen bei ihr alle Alarmglocken. Sie bittet Inspektorin Agnes Kirschnagel um Hilfe, die tatsächlich auf ein Verbrechen stößt – der einzige Erbe wird verhaftet. Der Fall scheint gelöst. Doch Mitzi findet heraus, dass sich das Opfer von einer geheimnisvollen Weißen Frau verfolgt fühlte. Als ihr nicht einmal Agnes Glauben schenkt und es eine weitere Tote gibt, wagt sie einen gefährlichen Alleingang …“

(Quelle Emons Verlag)

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut! Der erste Band um Mitzi alias Maria Konstanze Schlager – „Die Alpen sehen und sterben“ – hat mir schon richtig gut gefallen und ich war mir sicher, dass es Isabella Archan schafft, mich erneut mit ihrer Protagonistin zu begeistern!

Dieses Mal verschlägt es Mitzi, die eigentlich in Salzburg lebt, ins beschauliche Wachauer Land. Der Grund ihrer „Reise“ lässt einen Schmunzeln und gleichzeitig mit den Augen rollen: eine alte Dame hat einem Enkeltrickbetrüger eine Falle gestellt und genau dafür möchte Mitzi ihr persönlich gratulieren! Is klar, macht man ja so. Einfach fremde Leute aufsuchen, um sie zu ihren guten Taten zu beglückwünschen! Aber so ist Mitzi eben und dafür muss man sie einfach gern haben! Leider schafft es Mitzi aber auch immer wieder, ob ihrer naiven, unbedachten Art, in unmögliche Situationen zu geraten. Als ob sie alles Kriminelle magisch anzieht!

Zum Glück hat Mitzi Agnes! Die Kufsteiner Kommissarin Agnes Kirchnagel, auf die Mitzi im ersten Band bereits traf – oder traf Agnes auf Mitzi? Egal! – ist ihr so etwas wie eine Freundin geworden und auch wenn sie Mitzi nicht immer ernst nimmt, spürt sie, dass Mitzi ihr mit ihrer Art nicht schaden, sondern helfen möchte. Nennen wir es Intuition, die beide Frauen miteinander verbindet! Zum Glück, denn besonders in dieser Geschichte hier sind beide auf das Gespür und Vertrauen der jeweils anderen angewiesen und zwar mehr denn je…

Ich mag Isabellas Mitzi-Romane, die nicht nur Spannung und Unterhaltung garantieren, sondern einen auch mit ins schöne Niederösterreich nehmen. Aber ich mag es auch, dass wir Mitzis Innerstes besser verstehen lernen, warum sie so ist wie sie ist und das das eigentlich ganz schön traurig ist. Umso schöner, wie Mitzi mit Hilfe ihrer Freundschaft zu Agnes daran wächst und ein Stück „geheilt“ wird…

Von vorne bis hinten hat mir der Krimi sehr gut gefallen, ebenso die beteiligten Personen, egal ob gut oder böse. Mitzis Freund Freddy nimmt zwar weiterhin eher nur eine Nebenrolle ein – was ich persönlich schade finde – , aber vielleicht spielt er ja im 3. Band eine entscheidendere Rolle?! Ich würde es ihm gönnen…

Alles in allem hat mir dieser Krimi großen Spaß gemacht und das Rezept am Ende des Buches werde ich mal versuchen! Um welches Rezept es sich hier handelt verrate ich nicht, da müsst ihr schon selber lesen!! 😉

5  !!!

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Und natürlich spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus! Da das Buch zur Osterzeit spielt, fand ich es schön, es jetzt zu lesen! Schon komisch, die im Buch durften sich frei bewegen, in Cafés gehen…Da wurde ich zwischendurch doch mal neidisch…

Über die Autorin:

„Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen, unter anderem im Kölner »Tatort«, in der »Lindenstraße« und in »Diese Kaminskis«, und mit ihrem eigenen Programm zu ihren Krimis auf der Bühne.“

(Quelle Emons Verlag)

„Wenn die Alpen Trauer tragen“ von Isabella Archan

ein Kriminalroman erschienen im Emons Verlag am 12. März 2020

ISBN 978-3740807610

320 Seiten

Taschenbuch

auch als eBook erhältlich

www.emons-verlag.com

www.isabella-Archan.de

„Wenn die Alpen Trauer tragen” wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt! Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung und Bewertung!

“Herzmalerei”

Rezension 071

“Herzmalerei” von Syma Scheider

Worum geht es?

copyright Syma Schneider

«Was wäre, wenn sich zwei Seelen in vergangenen Leben so sehr geliebt haben, dass sie einander immer wieder suchen?»

“Wenn die Liebe nur noch so dahinplätschert, kann etwas Aufregung nicht schaden. Doch was dann geschieht, übersteigt Zenias Vorstellungskraft. Als sie eine mysteriöse Botschaft erhält, bricht Chaos in ihrem Herzen aus. Dramatische Veränderungen schlagen in ihr Leben ein wie Meteoritenschauer. Continue reading ““Herzmalerei””

“Lara – der Anfang”

Rezension 069

“Lara – der Anfang” von Thea Wilk

Worum geht es?

copyright Thea Wilk

“Mitten im Winter. Ein Haus am Meer.
An einem menschenleeren Strand.

Für Laras Freundin Bobbi klingt es wie das Paradies. Lara selbst
möchte das Erbe ihres Großvaters nicht antreten. Sie will nicht in
das Haus, aus dem er sie vor achtzehn Jahren verbannt hat. Will
den Ursachen für ihre Albträume nicht auf den Grund gehen. Continue reading ““Lara – der Anfang””

“Brennende Narben”

Rezension 065

“Brennende Narben” von Leo Born

Worum geht es?

copyright Bastei Lübbe
Die Vergangenheit lässt der eigenwilligen Frankfurter Kommissarin Mara Billinsky keine Ruhe. Der Mörder ihrer Mutter wurde nie gefunden. Zudem halten der Mord an einer Edel-Prostituierten und ein Bombenanschlag auf der Autobahn das gesamte Kripo-Team in Atem. Eines Tages erhält Mara eine anonyme Warnung: Der “Wolf” sei in der Stadt und im Visier habe er:– sie!

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