„Wenn die Alpen Trauer tragen“

Rezension 078

“Wenn die Alpen Trauer tragen“ von Isabella Archan

Worum geht es?

Copyright Emons Verlag

„Alpenblick? Idyllische Ruhe? Nix da! Mitzi kann’s mal wieder nicht lassen. Als eine alte Dame, die Mitzi an ihre Oma erinnert, bei einem Brand ums Leben kommt, schrillen bei ihr alle Alarmglocken. Sie bittet Inspektorin Agnes Kirschnagel um Hilfe, die tatsächlich auf ein Verbrechen stößt – der einzige Erbe wird verhaftet. Der Fall scheint gelöst. Doch Mitzi findet heraus, dass sich das Opfer von einer geheimnisvollen Weißen Frau verfolgt fühlte. Als ihr nicht einmal Agnes Glauben schenkt und es eine weitere Tote gibt, wagt sie einen gefährlichen Alleingang …“

(Quelle Emons Verlag)

Meine Meinung:

Ich muss sagen, ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut! Der erste Band um Mitzi alias Maria Konstanze Schlager – „Die Alpen sehen und sterben“ – hat mir schon richtig gut gefallen und ich war mir sicher, dass es Isabella Archan schafft, mich erneut mit ihrer Protagonistin zu begeistern!

Dieses Mal verschlägt es Mitzi, die eigentlich in Salzburg lebt, ins beschauliche Wachauer Land. Der Grund ihrer „Reise“ lässt einen Schmunzeln und gleichzeitig mit den Augen rollen: eine alte Dame hat einem Enkeltrickbetrüger eine Falle gestellt und genau dafür möchte Mitzi ihr persönlich gratulieren! Is klar, macht man ja so. Einfach fremde Leute aufsuchen, um sie zu ihren guten Taten zu beglückwünschen! Aber so ist Mitzi eben und dafür muss man sie einfach gern haben! Leider schafft es Mitzi aber auch immer wieder, ob ihrer naiven, unbedachten Art, in unmögliche Situationen zu geraten. Als ob sie alles Kriminelle magisch anzieht!

Zum Glück hat Mitzi Agnes! Die Kufsteiner Kommissarin Agnes Kirchnagel, auf die Mitzi im ersten Band bereits traf – oder traf Agnes auf Mitzi? Egal! – ist ihr so etwas wie eine Freundin geworden und auch wenn sie Mitzi nicht immer ernst nimmt, spürt sie, dass Mitzi ihr mit ihrer Art nicht schaden, sondern helfen möchte. Nennen wir es Intuition, die beide Frauen miteinander verbindet! Zum Glück, denn besonders in dieser Geschichte hier sind beide auf das Gespür und Vertrauen der jeweils anderen angewiesen und zwar mehr denn je…

Ich mag Isabellas Mitzi-Romane, die nicht nur Spannung und Unterhaltung garantieren, sondern einen auch mit ins schöne Niederösterreich nehmen. Aber ich mag es auch, dass wir Mitzis Innerstes besser verstehen lernen, warum sie so ist wie sie ist und das das eigentlich ganz schön traurig ist. Umso schöner, wie Mitzi mit Hilfe ihrer Freundschaft zu Agnes daran wächst und ein Stück „geheilt“ wird…

Von vorne bis hinten hat mir der Krimi sehr gut gefallen, ebenso die beteiligten Personen, egal ob gut oder böse. Mitzis Freund Freddy nimmt zwar weiterhin eher nur eine Nebenrolle ein – was ich persönlich schade finde – , aber vielleicht spielt er ja im 3. Band eine entscheidendere Rolle?! Ich würde es ihm gönnen…

Alles in allem hat mir dieser Krimi großen Spaß gemacht und das Rezept am Ende des Buches werde ich mal versuchen! Um welches Rezept es sich hier handelt verrate ich nicht, da müsst ihr schon selber lesen!! 😉

5  !!!

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Und natürlich spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus! Da das Buch zur Osterzeit spielt, fand ich es schön, es jetzt zu lesen! Schon komisch, die im Buch durften sich frei bewegen, in Cafés gehen…Da wurde ich zwischendurch doch mal neidisch…

Über die Autorin:

„Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen, unter anderem im Kölner »Tatort«, in der »Lindenstraße« und in »Diese Kaminskis«, und mit ihrem eigenen Programm zu ihren Krimis auf der Bühne.“

(Quelle Emons Verlag)

„Wenn die Alpen Trauer tragen“ von Isabella Archan

ein Kriminalroman erschienen im Emons Verlag am 12. März 2020

ISBN 978-3740807610

320 Seiten

Taschenbuch

auch als eBook erhältlich

www.emons-verlag.com

www.isabella-Archan.de

„Wenn die Alpen Trauer tragen” wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt! Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung und Bewertung!

“Die Alpen sehen und sterben”

Rezension 033

“Die Alpen sehen und sterben” von Isabella Archan

Worum geht es?

copyright Emons Verlag

Maria Schlager, genannt Mitzi, urlaubt in Kufstein und wird des nachts zufällig Zeugin eines Mordes. Aber weder schreit sie, noch rennt sie fort. Der Mörder, ein Mann mit Cowboy-Hut, der Mitzi nach seiner Tat bemerkt hat, ist überrascht und erstaunt über diese junge Frau und ihre Nicht-Reaktion. Jedoch tut er ihr nichts und geht seiner Wege, sie hat ihn ja  aufgrund der Dunkelheit nicht erkennen können. Da ihn Mitzi jedoch neugierig gemacht hat, beschließt er, sie zu beobachten. Continue reading ““Die Alpen sehen und sterben””

Lesung – Die Alpen sehen und sterben

copyright emons Verlag

-1.Kölner Literaturnacht-

Lesung zu “Die Alpen sehen und sterben” von Isabella Archan am 04.Mai 2019 im Hoch2Werk, Köln-Sürth

Im Zuge der 1.Kölner Literaturnacht habe auch ich es mir nicht nehmen lassen, eine Veranstaltung zu besuchen. Und zwar wählte ich die abgelegenste Veranstaltung an diesem Tag aus, die Lesung von Isabella Archan und ihrem Buch “Die Alpen sehen und sterben”!

Isabella kannte ich bisher nur aus dem social web. Über instagram sind wir vor einiger Zeit in Kontakt gekommen und der Emons Verlag hat mir dann netterweise ihren aktuellen Kriminalroman als kostenloses Rezensionsexemplar zukommen lassen. Als ich dann sah, dass auch sie an der Literaturnacht teilnimmt, war für mich sofort klar, welche Lesung ich besuchen möchte!

Da ich am Veranstaltungsort viel zu früh ankam, hatte ich somit Gelegenheit, mit Isabella ein paar persönliche Worte zu wechseln und mir den besten Sitzplatz in der location zu sichern! Das Hoch2Werk ist ein wunderschöner Veranstaltungsraum in einem alten Backstein-Gebäude mit einer ganz eigenen Athmosphäre! Für eine gemütliche Lesung gut geeignet, wenngleich auch etwas außerhalb der Kölner City gelegen, aber mit guter S-Bahn-Anbindung!

Nach und nach füllte sich der Raum und dann ging es auch schon los!

Und zwar mit einer Atemübung!…Tief einatmen…Langsam ausatmen….

Dann sollten wir uns vorstellen, wie wir, aus einer Wirtschaft kommend auf eine Brücke zu gehen, schwankend ob der großen Menge an Bier und Schnaps, die wir zu der späten Stund´ bereits intus haben. Und dann sehen wir IHN, einen Mann mit Hut. Er grüßt! “Servus!” …

Die Anekdote geht noch weiter, allerdings hat Isabella Archan dies uns in einem so schönen österreichischen Dialekt vorgetragen, den ich hier gar nicht so wiedergeben kann, wie ich es eigentlich am liebsten möchte!

Fakt ist, der Mann mit Hut hat nichts Gutes im Sinn…Und bei dem, was er dann macht, wird er auch noch beobachtet! Von Mitzi! Eine Urlauberin! Sie konnte den Mörder nicht genau erkennen, dafür war es zu dunkel. Aber ER bleibt an IHR dran, beobachtet sie und folgt ihr sogar bis nach Hause nach Salzburg…

Isabella Archan hat Ausschnitte ihres Buch nicht nur einfach vorgelesen, nein, sie hat sie uns vorgetragen und dargeboten! Da merkt man doch sehr, dass sie in frühen Zeiten als Schauspielerin auf der Bühne stand! Eine großartige Performance!

Ebenso beeindruckend war, wie sie uns, den Zuhörern, die Charaktere des Romans näher gebracht hat! Da erfuhr man genaueres über Mitzi, die seit ihrer Kindheit nur Mörder-Mitzi genannt wird, da sie angeblich Schuld am Tode ihrer Eltern trägt! Man bekam einen Eindruck von Agnes Kirschnagel, der jungen Komissarin, die froh ist, dass endlich mal etwas in ihrem Dorf passiert! Oder eben auch wie der Mörder tickt! Isabella erzählte, dass sie dafür sogar mit einem Kommissar im Darknet unterwegs war und dort Einsicht bekam in die dunkelsten menschlichen Abgründe! Etwas, was man sonst so nie erfährt! Das fand ich persönlich unheimlich interessant!

Und dann gab es auch noch Tipps für uns, wie wir uns am besten verhalten sollten, treffen wir alleine, gar im Dunkeln, auf einen Menschen, der uns nicht gut gesonnen ist. Und zwar sollte man sich, um sein Gegenüber zu verwirren und aus dem Konzept zu bringen, völlig irrsinnig verhalten: so könne man sich über ihn lustig machen ( “Eih, ja wo isser denn der böse Bub?”), oder man könne ihn mit poetischem Gefasel aus der Fassung bringen (“Wer reitet so spät durch Nacht und Wind, es ist der Mörder, er läuft geschwind…” – oder so ähnlich!! ). Ganz hart wird es dann, wenn man dem Bösewicht mit deutschlands härtester Waffe droht, dem deutschen Schlager!!! ( ” Atemlos, durch die Nacht…”) Denn nichts ist einem irren Verbrecher unheimlicher als ein noch verrückteres, wahnsinnigeres Opfer!

Und da Isabella Archan weiß, wie man so einen Abend perfekt zu Ende bringt und für alle Beteiligten rund macht, wurde am Ende…wieder geatmet! Tief einatmen…langsam ausatmen….

Dann sollten wir uns vorstellen, wie wir, der Mops, mit unserem Herrschen aus einer Wirtschaft kommend auf eine Brücke zu gehen, dieser schwankend ob der großen Menge an Bier und Schnaps, die er zu der späten Stund´ bereits intus hat. Und dann sehen wir IHN, einen Mann mit Hut. Er grüßt! “Servus!” …

Vielen lieben Dank, Isabella für diesen wundervollen Abend! Es war wirklich ein Genuss dir zu lauschen und sich von dir mit nach Österreich nehmen zu lassen!

Und ein besondere Dank gilt auch der lieben Katja Winckelmann für diese tolle location!

Bedanken möchte ich mich auch bei den Initiatoren der 1. Kölner Literaturnacht!

Ich hoffe, dass noch weitere Nächte folgen…

www.isabella-archan.de

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