„Das Mädchen, das die Welt veränderte“

copyright Riverfield Verlag

Rezension 012

„Das Mädchen, das die Welt veränderte“ von Alfonso Pecorelli

zum Inhalt:

Die kleine Marie, in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, stirbt mit 8 Jahren an den Folgen ihrer Krankheit im Beisein ihres Gr0ßvaters, der ihr kurz vor ihrem Tod eine Frage stellt. DIE Frage. Eine Frage, die Marie anscheinend „richtig“ beantwortet, denn sie „erwacht“ an einem Ort, wo sie weder Schmerzen, Hunger noch Kälte verspürt. Ein Mann, der sich Elvis nennt, erklärt ihr, dass sie die Einzige ist, die die Frage aller Fragen richtig beantwortet hat und daher auf Marie das Paradies wartet. Alle anderen Menschen jedoch gedenkt Elvis zu vernichten, da sie schlecht sind und er arg enttäuscht von ihnen ist. Marie aber, die reinen Herzens ist, glaubt fest daran, dass es irgendwo da draußen noch weitere Menschen gibt, zumindest EINEN weiteren, der ebenfalls wie sie die „richtige“ Antwort kennt.

So schickt Elvis Marie mit einer magischen Blume, deren Blätter Weisheit schenken, auf eine Reise durch die Zeit, einen weiteren Menschen zu finden, der wie Marie die letzte aller Fragen richtig beantworten kann. Sie besucht die verschiedensten Persönlichkeiten, die allesamt später einmal große Dichter und Denker wurden. Aber niemand kann ihr die Frage beantworten. Indes wird Marie immer schwächer.

Wieder bei Elvis bittet sie erneut um Aufschub und einen weiteren Versuch, EINEN Menschen zu finden. Auch wenn bisher niemand ihre Frage beantworten konnte, so waren diese Menschen alle lieb und nett gewesen. Es MUSS doch jemand die Antwort kennen! Elvis ist skeptisch, lieb und nett sollen die Menschen sein? So reist Marie ein allerletztes Mal und diesmal lässt Elvis sie das absolute Grauen, das abgrundtief Schlechte sehen, etwas, was Marie so in ihrem Leben noch nie kennengelernt hat…

Fazit:

Die Geschichte, die uns Alfons Pecorelli geschenkt hat, lässt sich sehr gut lesen und die Sprache ist so gewählt, dass auch jüngere Leser sowohl Inhalt als auch Sinn verstehen können.

Ein unschuldiges Kind, welches reinen Herzens und Glaubens ist, sucht unter den großen Philosophen dieser Welt den einen, der ebenso wie sie die letzte aller Fragen richtig beantworten kann. Diese Besuche Maries sind sehr schön zu lesen und keineswegs langweilig, trotz des sich immer wiederholenden Schemas. Sowohl einmal in jungen Jahren als noch einmal im Alter werden die Herren aufgesucht und in einfachen Worten „fachsimpeln“ die Erwachsenen und Marie miteinander. Ich persönlich hätte gerne noch mehr von solchen Aufeinandertreffen gelesen; es war wirklich interessant und einiges Neue habe ich auch über den einen oder anderen wichtigen Kopf erfahren! Das Ergebnis dieser Besuche ist allerdings eher ernüchternd:  Niemand wusste die richtige Antwort!

Da Marie aber eine solch gute Seele ist und einfach nicht verstehen kann, warum die Menschheit vernichtet werden muss, lehrt Elvis sie bei einem weiteren, den letzten Besuch, das Fürchten. Mir hat es in der Seele weh getan mitzuerleben, wie dieses engelsreine Kind mit all den Schlechtigkeiten der Menschen konfrontiert wird. Jeder andere Mensch wäre daran zerbrochen. Nicht Marie!

Ich fand das Ende von Alfons Pecorellis Geschichte rührselig und wirklich schön! Auch das Rätsel um die ominöse Frage wird gelüftet. Und da Marie diese Frage auch ein zweites Mal, trotz all der Gewalt, die sie erfahren musste, erneut „richtig“ beantwortet hat, entscheidet sich Elvis dafür, der Menschheit doch noch eine zweite Chance zu geben!

Mir hat das Buch „Das Mädchen, das die Welt veränderte“ recht gut gefallen. Ob es von Nöten ist, in der letzten Begegnung das Böse durch Adolf Hitler darstellen zu lassen, sei dahin gestellt. Zumindest kann fast jeder mit diesem Namen etwas anfangen, als Synonym für das größte Übel schlechthin.

Alles in allem ein wunderbares Buch, welches gerade in unserer jetzigen Zeit mehr als lesenswert ist. Mir fehlte es zwar etwas an philosophischer Tiefe, dennoch erhält dieses Werk Alfons Pecorellis von mir 4  !

zum Autor:

Alfonso Pecorelli wurde 1960 in Italien geboren, ist aber in der Schweiz aufgewachsen, wo er immer noch lebt und arbeitet. Er ist Schriftsteller und Verleger. Bevor er zum Schreiben kam, arbeitet er als Manager und Unternehmensberater, entschied sich dann aber 2003 seinem Leben nochmal eine neue Richtung zu geben. Er arbeitete einige Jahre für verschiedene humanitäre Organisationen, darunter auch ein Hospiz in für junge Mütter und Kinder in Afrika. 2014 gründete Pecorelli den Riverfield Verlag Pecorelli B+C, 2016 änderte die Firma zu Riverfield Verlag GmbH.

„Das Mädchen, dass die Welt veränderte“

ein Roman aus dem Riverfield-Verlag

184 Seiten

Taschenbuch

ISBN 9783952490624

auch als Hardcover erhältlich

https://www.riverfield-verlag.ch

 

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