„Lautlose Schreie“

copyright Bastei Lübbe

Rezension 045

zum Inhalt:

Mara Billinsky trifft am Tatort, zu dem sie gerufen wurde, neben  einer Jungen- und einer Mädchenleiche, auch zufällig auf fünf weitere tote Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Harter Tobak für die ansonsten toughe Kommisarin, so etwas lässt niemanden kalt! Wer sind diese Kinder? Warum wurden sie getötet? Und wie? Parallel zu diesem Fall, von dem Billinsky schließlich abgezogen wird, ist ein weiterer Mord an einem Hotelgast verübt worden, der nicht weniger mysteriös scheint.

Doch je mehr sie und ihr Kollege Jan Rosen recherchieren, desto mehr wird deutlich, dass sich der eine Fall von dem anderen nicht trennen lässt. Auch Rafael, der Junge aus dem Wohnheim, trägt dazu bei, Licht ins Dunkel zu bringen!

Nur ihren Chef und den neuen Staatsanwalt kann sie zu Beginn nicht überzeugen!

Und je enger sich die Schlinge um die Täter zieht, desto gefährlicher wird das Ganze auch für Mara Billinsky. Überschätzt sie sich am Ende? Denn eines ist klar, die Krähe ist auch nur ein Mensch!!

Fazit:

Dieser zweite Band von Leo Born um die Frankfurter Kommissarin Mara Billinsky hat es wirklich in sich! Mir war vorher nicht klar, dass es sich bei „Lautlose Schreie“ um einen Thriller handelt, in den Kinder involviert sind! So etwas habe ich die letzten Jahre gemieden zu lesen, da ich als Mutter mit so etwas einfach nicht klar komme!

Allerdings hat es Leo Born geschafft, so zu schreiben und es so darzustellen, dass auch ich problemlos und angstfrei die Geschichte bis zum Schluss nicht aus der Hand legen konnte!!

Zu Beginn des Buches geht es auch schon direkt los, indem uns der Autor aus Sicht eines vorerst unbekannten Mannes Grauenvolles sehen lässt! Ein gelungener Start, danach kann man nicht mehr aufhören zu lesen! Ein weiteres Buch, welches von mir von A nach B geschleppt wurde und jetzt entsprechend aussieht!! 😉

Es wird hauptsächlich aus Maras Sicht erzählt, aber um die Geschichte im Vollen zu sehen und nachzuvollziehen, erlaubt uns Leo Born auch in die Köpfe einiger Nebendarsteller zu linsen!

Auch die Spannung zwischen Mara und ihrem Vater ist wieder Thema. Jedoch deutlicher als im ersten Band möchte Mara mehr zu den Hintergründen um den Tod ihrer Mutter von vor fast 20 Jahren wissen. Sie möchte endlich Antworten! Und genau dieser Konflikt wird sie – das kann ich verraten – auch in den Bänden 3 und 4 beschäftigen!

Die Thematik in diesem Buch ist mehr als realistisch! Man mag sich gar nicht vorstellen, dass es so etwas in Deutschland gibt! So etwas passiert doch nur woanders!! Aber selbst wenn es woanders passiert, so etwas darf es gar nicht erst geben!! Ein Szenario, bei welchem mit den Gefühlen von besorgten Eltern gespielt wird! Eine Tatsache, wo Kinder verstoßen werden, weil sie die Familienehre beschmutzen!! Man möchte einfach nur brechen!!

Leo Born hat das alles gekonnt in sein Buch hineinmanövriert. Und ich schätze es sehr, wenn der Leser zum Nachdenken angeregt wird und nicht nur unterhalten! Beides ist Leo Born gelungen!

„Lautlose Schreie“ verspricht Spannung von der ersten Seite an und ich wurde nicht enttäuscht! Ich freue mich jetzt schon sehr auf „Brennende Narben“ und vergebe nun die Anzahl an Kaffeetassen, die eigentlich auch schon „Blinde Rache“ verdient gehabt hätte:

5 !!!

über den Autor:

Leo Born ( *1969) ist deutscher Krimi- und Thrillerautor. Er hat unter seinem richtigen Namen schon einige Bücher veröffentlicht und er lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main.

„Lautlose Schreie“ von Leo Born

ein Thriller erschienen bei Bastei Lübbe

ISBN: 978-3-404178681

461 Seiten

Taschenbuch

auch erschienen als eBook und Hörbuch

www.luebbe.de

„Lautlose Schreie“ von Leo Born wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos vom Autor und dem Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung gestellt! Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung und Bewertung!

 

 

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