„Jagdtrieb“

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Rezension 023

„Jagdtrieb“ von Hendrik Esch

zum Inhalt:

Der Münchner Anwalt Paul Colossa erbt die Kanzlei seines Onkels Oscar. Und mit der Kanzlei auch all seine Mandanten. Seine Sekretärin Fräulein Christiane, die Paul schon seit Kindheitstagen kennt, führt ihn in die Arbeitsweise seines Onkels ein. So erfährt Paul auch, das sein Onkel durchaus eine Vorliebe für guten Whisky hatte…und für Frauen! Doch das soll Paul erst im Laufe der Zeit herausfinden!

Der Fall Maja Rivinius kommt Paul ganz gelegen. Nicht nur wegen der Rechtssache an sich, die eine nette Abwechslung zu seiner sonstigen Tätigkeit verspricht. Nein, auch Maja selbst hat es Paul sehr angetan. Nach der Trennung von seiner Ex-Freundin (Kas)Sandra eine wohlwollende Zerstreuung. Nun ist es allerdings nicht überaus professionell, persönliche Gefühle zu seinen Mandanten zu entwickeln; nicht, dass dies Paul noch zum Verhängnis wird!

In seinem aktuellen Fall wird seine Mandantin Maja Rivinius von ihrem Ex aufs Übelste gestalkt und natürlich setzt Paul alles daran, das perverse Schwein zur Strecke zu bringen. Wenn es sein muss, auch mit unlauteren Mitteln! Wäre doch gelacht, wenn er nicht auch diesen Fall souverän löst, schließlich ist er der Neffe von dem grandiosen Oscar Colossa – oder etwa nicht?…

Fazit:

Der Krimi „Jagdtrieb“ von Hendrik Esch hat mir vom ersten bis zum letzten Wort richtig gut gefallen!! Die Kapitel haben genau die richtige Länge und die Ausdrucksweise des Autors ist brillant! Gespickt mit Sarkasmus und Humor und dennoch auf ganz hohem Niveau! Man merkt, dass es der Autor gewohnt ist, sich gut und gewählt auszudrücken.

Toll fand ich auch, dass die Kapitel nicht einfach nur durchnumeriert sind, sondern mit Fachausdrücken aus dem Jägerjargon untertitelt sind. Diese geben immer einen dezenten Hinweis darauf, was den Leser wohl im kommenden Kapitel erwartet. Ein richtig feiner Schachzug!

Aber nun zum Inhalt: Die Geschichte um Paul Colossa ist vom Anfang bis zum Ende spannend, ganz gut durchdacht und durchaus erheiternd! Das dieser Roman nur in Ansätzen den wahren Alltag eines Anwalts widerspiegelt versteht sich von selbst. Ziemlich schräg und sicher nicht besonders seriös erschleicht sich der Protagonist die Sympathie des Lesers! Hendrik Esch selbst bezeichnet seine Kunstfigur als „Vollpfosten“ (O-Ton). Und ja, Paul Colossa trägt Züge an sich, die nicht jedem Mann stehen würden! Er kommt öfters ziemlich trottelig und naiv daher, aber dies auf eine sehr charmante Art und Weise! Nur als ich zum Ende des Romans gelangt bin, konnte auch ICH mir nicht verkneifen zu denken: „Du Vollidiot!“ Also Paul, nicht Hendrik! DIESER ist ein ganz wunderbarer Autor und ich freue mich schon auf sein nächstes Buch mit Paul Colossa und was dieser dann wieder so anrichtet – oder mit wem! Also, wer wissen möchte, warum ich mich zum Ende des Buches hin so echauffiert habe, dem sei ans Herz gelegt, diesen wunderbaren Krimi selbst zu lesen!!

Und da ich von Hendrik Eschs Debütroman so begeistert bin, besonders von seinem Sprachstil, den ich persönlich sehr liebe und ansprechend finde, vergebe ich guten Gewissens

5 !!!

zum Autor:

Hendrik Esch wurde 1975 in München geboren. Er arbeitet als Opferanwalt und Strafverteidiger, schlägt sich aber auch mit Auffahrunfällen, Mietnomaden und Maschendrahtzäunen herum. Kein menschlicher Abgrund ist ihm fremd, die Hoffnung lässt er trotzdem immer erst am Schluss sterben. »Jagdtrieb« ist sein erster Roman und der Beginn einer Serie um den bayerischen Rechtsanwalt Paul Colossa. ( Quelle randomhouse.de)

„Jagdtrieb“ von Hendrik Esch

ein Kriminalromanroman erschienen bei Randomhouse / Goldmann Verlag

ISBN: 978-3-442-48816-2

496 Seiten

Taschenbuch

www.randomhouse.de

„Jagdtrieb“ von Hendrik Esch wurde mir als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt! Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung und Bewertung!

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