„Auris“

Rezension 112

„Auris“ von Vincent  Kliesch nach einer Idee von Sebastian Fitzek

Worum geht es?

Copyright Droemer Knaur

„Sie ist jung. Sie glaubt an die Wahrheit. Ein tödlicher Fehler?
Rasant und ungewöhnlich: Thriller-Spannung aus der Zusammenarbeit zweier Bestseller-Autoren! Vincent Kliesch schrieb diesen Roman nach einer Idee von Sebastian Fitzek.

Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …

Der Start einer neuen Thriller-Reihe von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek – rund um die junge True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und das faszinierende Thema forensische Phonetik.“

( Quelle Droemer Knaur )

Meine Meinung:

Liebe Bücherfreunde, ich habe es wieder getan! Naja, nicht so richtig jedenfalls! Weil, „Auris“ ist ja kein reiner Fitzek!! Versteht mich nicht falsch, ich mag Sebastian Fitzek! Und seine Thriller-Ideen sind auch immer mega!! Aber das Ende seiner Geschichten finde ich eher…bescheiden! Um es mal höflich auszudrücken! Naja, und da „Auris“ mich vom Cover her schon lange angelacht hat und ich das Buch in letzter Zeit auch wieder häufiger auf Instagram gesehen habe, konnte ich jetzt, als ich in der Buchhandlung war, nicht widerstehen! Natürlich hegte ich die Hoffnung, da Vincent Kliesch das Buch geschrieben hat, dass es mich mehr begeistern wird als zuletzt „Das Geschenk“ oder auch „Das Paket“!…Mmhhh…Mal sehen!…Nun denn, kommen wir zum Buch:

Copyright Droemer Knaur

Direkt im ersten Kapitel wird es spannend und wir lernen die Figur “Auris” kennen, der natürlich auch einen normalen Namen hat, nämlich Mathias Hegel, Forensiker von Beruf. Der Einstieg war also schon mal vielversprechend, denn es geht direkt zur Sache und wir werden Zeuge einer sehr spannenden Szene! Und auch im weiteren Verlauf wurde ich nicht enttäuscht: es bleibt spannend bis zum Schluss!! Vincent Kliesch schreibt flüssig, packend und man kommt der Lösung des Falls nur allmählich auf die Schliche! Oft genug wird man vom Autor auf eine falsche Fährte gelockt!

Die Protagonistin Jula wahr mir durchaus sympathisch, bei Hegel war dies nicht sofort der Fall, was aber einfach seiner Rolle geschuldet ist; man blickt einfach nicht durch ihn durch!

Jula ist hingegen nochmal speziell! Sie hat Fuchtbares durchgemacht! Ihr Erlebnis war auch der Auslöser dafür, sich als Podcasterin mit True Crime- Storys auseinanderzusetzen! Ihre Verbissenheit hat mir aber gut gefallen! Die Geschichte um ihren Stiefbruder finde ich aber irgendwie zu konstruiert! Aber auch hier vermute ich Absicht, denn die Geschichte geht ja weiter, in “Auris – Frequenz des Todes”! AAAHHH!!! Ein Roman-Ende mit Cliffhanger!!!! Es gibt nichts Schlimmeres als solch endende Bücher! Natürlich bin ich sofort in die Buchhandlung, um mir den zweiten Band auch zu holen!! 😉

Also, ihr merkt schon, ich fand “Auris” richtig gut!! Ein Buch innerhalb von knapp 2 Tagen weggesuchtet!! Das hat schon lange keine Buch mehr bei mir geschafft!! 🙂

Allerdings spielt “Auris” im Gegensatz zu den meisten von mir gelesenen Büchern in Berlin! Das war neu für mich! 😉 Aber wer sich wie ich für die Schauplätze von Romanen/Krimis/ Thrillern interessiert, guckt natürlich direkt im Netz nach und findet im Magazin von Audible eine ganz tolle Übersicht zu sämtlichen Schauplätzen von Sebastian Fitzeks Romanen! 🙂 Mega!!

Auch wenn dieser Thriller also nicht in meinem geliebten Norden spielt, hat mich “Auris” von Vincent Kliesch – nach einer Idee von Sebastian Fitzek – total überzeugt! Da kann der Sebastian sich auch mal was abgucken!! 😉 Und ich freue mich schon sehr auf Band 2, der bereits auf meinem Nachttisch liegt!!

5 !!!!

Jetzt Verfügbarkeit prüfen*

Über den Autor:

Copyright Droemer Knaur

„Vincent Kliesch wurde in Berlin-Zehlendorf geboren, wo er bis heute lebt. Im Jahre 2010 startete er mit dem Bestseller »Die Reinheit des Todes« seine erste erfolgreiche Thriller-Serie, weitere folgten. Die »Auris«-Reihe um den forensischen Phonetiker Matthias Hegel schreibt Vincent Kliesch nach einer Idee seines Freundes Sebastian Fitzek.„

( Quelle Droemer Knaur )

„Auris“ von Vincent Kliesch

ein Thriller erschienen im Verlag Droemer Knaur am 26.04.2019

ISBN 978-4326307182

352 Seiten

auch als eBook und Hörbuch bei audible erhältlich

www.vincent-kliesch.de

www.sebastianfitzek.de

“Auris” von Vincent Kliesch wurde von mir selbst gekauft!

*

*

(in freundlicher Zusammenarbeit mit audible )

“Der wunde Himmel”

Rezension 085

“Der wunde Himmel” von Jeannette Oertel

Worum geht es?

Copyright Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke

“Zwischen der Assistentin des Botschafters der fiktiven Arabischen Republik Elydien und einem Diplomaten entwickelt sich eine Amour fou, in naher Zukunft in Berlin, in Zeiten aufgeheizter Aufruhrstimmung. D

ie Leidenschaft der beiden wird zur Obsession. Zugleich passieren immer mehr mysteriöse Dinge in der Botschaft, die die Protagonistin auch bis in ihre Kindheit in der DDR zurückführen. Continue reading ““Der wunde Himmel””

30 Jahre Mauerfall

09. November 2019

 – 30 Jahre Mauerfall –

********************************************

Rückblende:

Am 09. November 1989 fiel die Mauer! Die Mauer, die die BRD von der DDR trennte – oder umgekehrt. Ich erinnere mich, dass ich damals als 10-Jährige vor dem Fernseher saß und meine Eltern gebannt die Nachrichten schauten. Ich erinnere mich an die nachfolgenden Bilder, wie Hunderte von Menschen von dem einen in das andere Land strömten! Glücklich, weinend, jubelnd! Fremde Menschen lagen sich in den Armen, Familien wurden wieder vereint! Autos hupten!

Was war denn nur geschehen?

Damals als Kind konnte ich noch nicht verstehen, was da gerade passierte, aber ich fand es toll und irgendwie spannend!

In den folgenden Jahren wurde es für mich zur Normalität, dass Deutschland wiedervereint ist! Statt Bonn war Berlin wieder Bundeshauptstadt! Und wir bekamen neue Schüler in meine Klasse, die von “drüben” kamen!

Für mich existiert heute keine Mauer mehr, hat es aber ehrlich gesagt auch früher nicht; wie gesagt, ich war zu jung, um das Ganze zu verstehen!

Heute:

Heute allerdings frage ich mich, warum so gut wie nie über die DDR im Unterricht gesprochen wurde? Nie über die Wiedervereinigung? Immerzu wurde der 2. Weltkrieg durchgekaut, die Weimarer Republik und die Französische Revolution! Das ist heute wahrscheinlich nicht anders. Aber wäre es nicht besser gewesen, mal darüber zu sprechen, was auch uns direkt betrifft? Den Mauerfall? Wie kam es überhaupt dazu, dass ein Land sich dazu entschließt, sich zu teilen? Und wie erging es den Leuten da in der DDR? Fragen, die später zum Teil Freunde beantworten konnten, die nach West-Deutschland gezogen sind. Einer meiner besten Freunde kommt aus Leipzig. Aber in der Schule war das nie ein Thema! Schade…

copyright Verena Breuer

Und daher finde ich es toll, dass sich eine Freundin von mir, Rayna Breuer, die für die Deutsche Welle arbeitet, eine Dokumentation gedreht hat, wo es zwar nur indirekt um den Mauerfall geht, aber in welchem die Situation eines jungen Mannes, der es in der DDR nicht mehr aushält und ( kurz vor dem Mauerfall, aber das konnte er ja nicht ahnen) flüchtet, beleuchtet wird. Es geht aber auch um einen Grenzer, der, wie so viele andere dazu rekrutiert wurde, Flüchtlinge an der Grenze – in unserem Fall die Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei – festzuhalten und im Falle des Falles auch zu erschießen.

Ich fand diese Dokumentation wahnsinnig interessant! Es hörte sich für mich schon fast wie ein Krimi an, ein Thriller. So unglaublich war manches, was man zu sehen, was man zu hören bekam! Im Anschluss an den Film gab es eine Live-Schaltung zum Protagonisten des Films, Jürgen Cyrulik, und wir – die Zuschauer – bekamen die Möglichkeit, ihm persönlich Fragen zu stellen!

copyright Verena Breuer

Jürgen Cyrulik lebt in Bayern, wo es ihn schon damals zur Zeit seiner Flucht hinzog; lebten dort doch auch sein Onkel und auch sein Gr0ßvater, den er aber selbst nicht mehr besuchen konnte – noch nicht mal zur Beerdigung wurde ihm die Genehmigung erteilt, die DDR zu verlassen, um Abschied nehmen zu können. Dies war das auslösende Moment für Jürgen Cyrulik, der immer mehr und mehr mit dem System der SED haderte.

Die Flucht:

Im Sommer 1988 beschließen er und ein Freund in die BRD zu fliehen. Mit Hilfe eines Shell-Atlas´, den der Onkel einst zu einem Besuch in der DDR dem Vater geschenkt hatte, studieren sie die Grenzen und planen ihrer Ansicht nach gut, wie sie vorzugehen haben. Sie begeben sich auf Urlaub nach Bulgarien und versuchen sich wie normale Touristen zu bewegen. Denn eines darf man nicht vergessen, sie standen unter Beobachtung. Wie alle Ost-Deutschen galten sie als potenzielle Flüchtlinge. Dennoch gelingt es ihnen sich dem Grenzgebiet im Nordosten Bulgariens zu nähern. Womit sie allerdings nicht gerechnet haben ist, dass bereits 2 km vor der eigentlichen Grenze sogenannte Grenzer patrouillieren und ihre Flucht ein schnelles Ende nimmt.

Was allerdings danach geschehen ist und auch wie es den beiden Freunden während ihrer geplanten Flucht erging, und was aus dem Grenzer geworden ist, der Jürgen und seinen Freund festnahm, dass könnt, nein MÜSST ihr euch unbedingt anschauen!! Ich habe euch die Dokumentation hierzu verlinkt, “Der Flüchtling und der Grenzer” !

Dieser Film hat mir nochmal auf eine ganz andere Art und Weise die Augen geöffnet! Man bekommt in den Medien ja schon viel mit, aber die wesentlichen Dinge bleiben im Verborgenen. Dank Rayna Breuer und ihrer gründlichen Recherche wurde dieses Thema von einer Seite beleuchtet, wie ich sie bisher nicht gekannt hatte – und ihr sicher auch nicht! Ein herzliches Dankeschön dafür!!

Über die Journalistin/Filmautorin:

cropped-portrait21.jpg
copyright Rayna Breuer

Rayna Breuer wurde 1983 in Burgas/Bulgarien geboren und wuchs anschließend sowohl in Potsdam, Sophia, Bonn und Zagreb auf, ehe sie sich dazu entschloss in Deutschland und Gr0ßbrittanien Politik (Magister) und in Österreich Jura (LL.M. in EU-Recht) zu studieren.

Sie hat für verschiedenste Organastionen gearbeitet, auch freiberuflich. Seit einem Volontariat bei der Deutschen Welle (DW), arbeitet Rayna Breuer nun als Medienjournalistin für verschiedene Institutionen.

Rayna Breuer spricht 5 verschiedene Sprache und lebt mit ihrer Familie in Köln.

“Der Flüchtling und der Grenzer” von Rayna Breuer

ein Dokumentarfilm erschienen bei der Deutschen Welle

Dauer ca. 26 min

www.dw.com.de

unbezahlte Werbung