“Das verschlossene Zimmer”

Rezension 199

“Das verschlossene Zimmer” von Rachel Givney

aus dem Englischen von Ute Leibmann

Worum geht es?

Copyright Bastei Lübbe Verlag
“Wie viele Geheimnisse erträgt eine Familie?
Krakau, im Frühjahr 1939. Alle Zeichen stehen auf Krieg, denn das Deutsche Reich treibt seine Angriffspläne auf Polen unbarmherzig voran. Die junge Marie aber beschäftigen ganz anderen Fragen: Wer ist ihre Mutter? Warum verschwand sie, als Marie ein Kleinkind war? Und warum verweigert ihr Vater, ein renommierter Arzt, jedes Gespräch über sie? Als sie die Ungewissheit nicht mehr aushält, entschließt Marie sich zu einem drastischen Schritt.

Continue reading ““Das verschlossene Zimmer””

“Tage voller Weihnachtszauber”

Rezension 189

“Tage voller Weihnachtszauber” von Anja Marschall

Worum geht es?

Copyright Bastei Lübbe

Lena lebt im Kinderheim. Wie jedes Jahr wünscht sie sich zu Weihnachten nur eines: eine Mama. Doch nicht irgendeine, sondern ihre eigene. Die aber kennen weder Heimleiterin Henriette Jonas noch Erzieher Lukas. Continue reading ““Tage voller Weihnachtszauber””

“Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau”

Rezension 181

“Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau” von Karma Brown

übersetzt von Hans M. Herzog

Worum geht es?

Copyright Penguin Verlag / Penguin Randomhouse

“Alice, frisch verheiratet, zieht mit ihrem Mann in einen schicken Vorort im Norden New Yorks. Doch die viel zu große, adrette Villa ist ihr von Anfang an unbehaglich. Als sie im Keller ein mit persönlichen Kommentaren gespicktes Kochbuch aus den 1950er-Jahren auffindet, beginnt sie sich für Nellie, die Vorbesitzerin des Hauses, zu interessieren. Alice kocht sich — zunächst nur aus Langeweile — in die Vergangenheit zurück. Bis sie anhand von Briefen entdeckt, dass Nellies Leben (und ihre Rezepte) ein düsteres Geheimnis bergen. Mit fatalen Folgen für Alice und ihren Mann …”

( Quelle Klappentext zu “Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau” von Karma Brown )

Meine Meinung:

Da ich dieses Jahr nicht zur Frankfurter Buchmesse gefahren bin, dachte ich mir, dann lese ich eben ein Buch von einem kanadischen Autor, geworden ist es die kanadische Autorin Karma Brown! :-)Ihr Buch “Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau” hat mir insgesamt gut gefallen, wenn auch meine Erwartungen an das Buch selbst nicht wirklich erfüllt wurden!

Aber von vorne:

Wie oben bereits zu lesen zieht Alice, allerdings Widerwillen, mit ihrem Mann in einen New Yorker Vorort, d.h. für sie geht es ca. 1 Stunde entfernt in einen spießig langweiligen Vorort mit adretten Häusern und Gärten. Das Haus in das sie mit ihrem Mann zieht gefällt ihr so gar nicht, aber sie lässt sich vorerst darauf ein.

Als sie dann auch noch ihren Job verliert, weiß Alice so gar nichts mit sich alleine in dieser großen Villa anzufangen. Das Haus ist ihr unheimlich, es geschehen seltsame Dinge dort, als ob die Vorbesitzerin noch da wäre, als Geist oder so! Alice möchte zwar gerne ein Buch schreiben, aber ihr fehlt die Inspiration dazu.  Das blöde an der ganzen Sache ist auch, dass sie ihrem Mann nichts von ihrer Entlassung erzählt, sondern behauptet, sie hätte selbst gekündigt. Und dies soll nicht ihre letzte Lüge bleiben…

Als Alice im Keller auf das alte Kochbuch der Vorbesitzerin Nellie trifft, fängt sie an, aus Langeweile Rezepte nach zu kochen. Sie hat immer mehr Gefallen daran, sich in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts zu versetzen und fängt an, sich auch so zu kleiden. ( Spätestens jetzt fiel mir die Ähnlichkeit zu dem Film “Julie und Julia” auf) Aber als sie auf Briefe der Vorbesitzerin, adressiert an ihre Mutter, stößt, bricht sich ein wohlgehütetes und unglaubliches Geheimnis Bahn. Und es hat mit diesen ganzen Rezepten zu tun…

Dieses Buch von Karma Brown ist zu Beginn etwas leise, auch wenn man bereits gewisse Spannungen zwischen dem jungen Ehepaar wahrnimmt, baut sich dann aber zu einem regelrechten Drama auf! Durch die Briefe, die die Vorbesitzerin Nellie geschrieben hat, erlangt der Leser einen Einblick in das amerikanische Leben der 50er Jahre und das auch dort nicht immer alles Doris-Day-mäßig war! Fand ich zu Beginn der Geschichte Alice eher dröge und ihren Mann ganz sympathisch, so wandelte sich dieser Eindruck im weiteren Verlauf des Lesens: Alice wurde mir sympathischer, ihren Mann fand ich zum Würgen!! Das hat mir aber sehr gut gefallen und gibt dem ganzen, um im Kulinarischen zu bleiben, den nötigen Pfeffer! 🙂

Das Ende konnte mich allerdings nicht zu Hundertprozent überzeugen, da ich nicht sicher bin, dass da noch ein Nachfolgeband kommt. Ist dem nicht so, finde ich das Ende eher doof, kommt da noch was, würde ich auf jeden Fall gerne den zweiten Band lesen wollen! 🙂

So bleibt am Schluss aber dennoch das Gefühl, gut unterhalten worden zu sein! Auch ich habe beim Lesen Lust auf die 50er bekommen und die ganzen Rezepte, die im Buch vor jedem neuen Kapitel abgedruckt sind, werde auch ich vielleicht mal nachkochen, wer weiß! 😉

“Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau” von Karma Brown ist also kein Krimi, sondern ein Roman mit kriminalistisch-dramatischen Zügen und bekommt daher von mir

4 und eine Leseempfehlung ausgesprochen!!! 🙂

Jetzt Verfügbarkeit prüfen*

Über die Autorin:

“Karma Brown, kanadische Journalistin und Autorin mehrerer Romane, ist begeisterte Köchin, was sie zu ihrem neuesten Roman »Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau« inspirierte. Das Buch wurde in Kanada unmittelbar zu einem Nr.-1-Bestseller und erhielt grandiose Kritiken. Karma Brown lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter und einem Labradoodle in der Nähe von Toronto.”

( Quelle penguinramdonhouse.de )

“Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau” von Karma Brown

ein Roman erschienen im Penguin Verlag / Penguin Randomhouse am13.09.2021

ISBN 978-3328106616

416 Seiten

Taschenbuch

auch als ebook erhältlich

www.penguinrandomhouse.de

“Der Penguin Verlag dankt dem Canada Council for the Arts für die Förderung der Übersetzung.” ( Quelle penguinrandomhouse.de)

“Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau” von Karma Brown wurde mir vom Bloggerportal des Verlages Penguin Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hatte jedoch keine Auswirkung auf meine Meinung und Bewertung!

“Die letzte Bibliothek der Welt”

Rezension 180

“Die letzte Bibliothek der Welt” von Freya Sampson

übersetzt von Lisa Kögeböhn

Worum geht es?

Copyright Dumont Buchverlag

“Die schüchterne June Jones lebt in dem britischen Dorf Chalcot und ist mit Leib und Seele Bibliothekarin. Ihre besten Freunde sind die Menschen, denen sie Tag für Tag bei ihrer Arbeit begegnet: der alte Stanley, dem sie mit dem Computer hilft, Chantal, eine Schülerin, die zu Hause keine Ruhe zum Lernen hat, Leila, eine geflüchtete Frau, für die sie Kochbücher heraussucht. Außerhalb der Bibliothek bleibt June allerdings gern für sich – und in Gesellschaft ihrer Bücher. Junes wohlgeordnetes Leben gerät aus den Fugen, als die Gemeinde mit der Schließung der Bücherei droht. Und dann trifft sie auch noch Alex wieder, einen alten Schulfreund, für den sie bald ganz neue Gefühle entwickelt. Widerwillig erkennt June: Sie muss raus aus ihrer Komfortzone! Also engagiert sie sich in einer Gruppe, die für den Erhalt der Bibliothek kämpft, erst heimlich aus Angst vor ihrer Chefin, dann ganz offen und selbstbewusst. Alex, der Anwalt ist, unterstützt sie hierbei nach Kräften.
Während June alles tut, um ihre Welt aus Büchern zu retten, lernt sie viel über sich selbst – und darüber, wie wichtig Freundschaft, Gemeinschaft und nicht zuletzt die Liebe sind …”

( Quelle Klappentext zu “Die letzte Bibliothek der Welt”)

Meine Meinung:

Der Titel des Buches sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen und ich wusste, dieses Buch muss ich lesen! 🙂

Ein Buch über eine Bibliotheksmitarbeiterin, über eine waschechte Leseratte und über eine Bücherei, der die Schließung droht… Da hast du mich ja schon! 😉 Dann noch gepaart mit einer zarten Liebesgeschichte und letztendlich einer Protagonistin, die lernt über sich hinauszuwachsen… Herrlich!! 🙂 Aber konnte das Buch meine Erwartungen erfüllen? Oder war das Buch nur eine Mogelpackung?

Nein, das Buch ist definitiv keine Mogelpackung, es hat mich sogar auf ganzer Linie begeistert!!! 🙂

Angefangen bei der Protagonistin June, die mir unglaublich sympathisch ist! Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen, konnte ihre Angst und auch ihre Trauer um ihre vor 8 Jahren verstorbene Mutter nachempfinden. Natürlich aber auch ihre Liebe zu Büchern! Um so mehr leidet man, weil man dieser jungen Frau so gerne aus ihrer Einsamkeit helfen möchte! Aber wie einsam ist sie wirklich?

Ihr Wohlfühlort ist die Bibliothek, in der bereits ihre Mutter gearbeitet hat. Dort treffen sich die Menschen aus dem Dorf nicht nur zum Lesen, sondern auch um ganz eigene Bedürfnisse zu stillen! Dort können sie Lernen, treffen auf Gesellschaft, finden Hilfe für ihren Alltag! Einige dieser Personen lernen wir im Buch kennen und für jeden ist die Bibliothek ein ebenso wichtiger Ort wie für June. Sie kennt jeden Besucher, weiß jeden so zu nehmen, wie er ist. Ohne June wären viele total aufgeschmissen! Als die Schließung droht, rücken diese Menschen nochmal ganz anders zusammen, denn egal wie unterschiedlich sie auch sind, ihnen allen soll etwas sehr Wichtiges genommen werden! Und darum kämpfen sie gemeinsam…

Dieses Buch ging mir wirklich nahe! Es hat mich mit allen Sinnen berührt und mich zum Schluss sogar weinen lassen (gegen Ende wird es wirklich traurig, aber irgendwie auch schön 🙂  )! Freya Sampson hat sich da eine sehr schöne Geschichte ausgedacht und Lisa Kögeböhn hat sie gekonnt mit sehr viel Gefühl ins Deutsche übersetzt! Ich als Leser war mittendrin im Geschehen, in der Bücherei! Ich konnte sogar die Bücher riechen!! Jeder Charakter konnte mich mitreißen und für sich begeistern! Auch die zarte Liebesgeschichte, die sich anbahnt, hat in dieser Geschichte ihre Berechtigung! Aber das Buch ist nicht nur wunderbar geschrieben, es war auch richtig spannend!! Denn letztendlich ging es ja auch darum, ob die Bücherei nun schließt oder nicht! Und was (dann) aus June wird…Und Alex…

Von Anfang an hat mich das Buch überzeugt und ich habe es mit einem guten Gefühl im Bauch am Ende zugeklappt! ( Ist das Cover nicht wunderschön? 🙂 Ich glaube, ich habe dieses tolle Cover noch nicht erwähnt!! ) Wie es denn nun ausgegangen ist? Tja, das müsst ihr schon selber lesen! 😉 Aber es lohnt sich einen Abstecher ins englische Chalcot zu machen! Und vielleicht führt euch euer Weg auch mal wieder in eine Bücherei?! Denn sie sind mehr als nur ein Ort für Bücher…

Für “Die letzte Bibliothek der Welt” von Freya Samson vergebe ich sehr gerne

5 !!!

Jetzt Verfügbarkeit prüfen*

 

Über die Autorin:

Copyright Dumont Buchverlag

“Freya Sampson ist Fernsehproduzentin und war u. a. an zwei Dokumentationen über die britischen Royals beteiligt. Sie hat in Cambridge Geschichte studiert und stand 2018 auf der Shortlist für den Exeter Prize. Sie lebt mit ihrer Familie in London.”

( Quelle Dumont Buchverlag )

“Die letzte Bibliothek der Welt” von Freya Sampson

ein Roman erschienen im Dumont Buchverlag am 13.08.2021

ISBN 978-3832165673

368 Seiten

gebunden

auch als ebook und Hörbuch erhältlich

www.dumont-buchverlag.de

“Die letzte Bibliothek der Welt” von Freya Sampson wurde mir vom Dumont Buchverlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hatte jedoch keine Auswirkung auf meine Meinung und Bewertung!

 

“Weil wir Schwestern sind”

Rezension 172

“Weil wir Schwestern sind” von Lucy Astner

Worum geht es?

Copyright Goldmann Verlag

“Die Schwestern Katharina, Eva, Judith und Miriam könnten unterschiedlicher kaum sein und haben sich nicht viel zu sagen. Bis eine unverhoffte Nachricht aus Nepal ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihre Mutter Hannah wird nach Hamburg zurückkehren. Continue reading ““Weil wir Schwestern sind””

“Mord am Strandweg”

Rezension 168

“Mord am Strandweg” von Mike Powelz

Worum geht es?

Copyright Mike Powelz

“Wer tötete Elisa König?
Die Hamburger Kripo hat schon viel erlebt. Doch dass jemand ein Mädchen am Heiligabend in der eigenen Wohnung mit einem Kopfkissen erstickt, ist ihr noch nie untergekommen. Continue reading ““Mord am Strandweg””

“Cold Case – Das gezeichnete Opfer”

Rezension 137

Cold Case – Das gezeichnete Opfer von Tina Frennstedt

übersetzt von Hanna Granz

Worum geht es?

* Ein Mord erlaubt kein Vergessen *
Copyright Bastei Lübbe

“Nebel liegt über Südschweden, als bei einem Leuchtturm eine der provokantesten Künstlerinnen des Landes tot aufgefunden wird. An ihrer Leiche finden sich Spuren einer einzigartigen Sorte Lehm, der einen COLD CASE wieder in den Fokus rückt: Vor 15 Jahren wurde der junge Pianist Max Lund auf brutale Weise ermordet. Am Opfer fand man damals das gleiche Material. Continue reading ““Cold Case – Das gezeichnete Opfer””